Altdeutsches Wörterbuch

Tutorial für Makrofotografie-Basics.

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F/18.0 0,4 s 90 mm ISO 100

Ganz nah ran: das Makrofoto

Am Beispiel des alten Wörterbuches mit der Schreibfeder geht es in diesem Beitrag kurz und knackig um die wichtigsten Basics der Makrofotografie. Die Makrofotografie hat einige Besonderheiten, die man kennen muss um sie handeln zu können und zu ordentlichen Fotos zu kommen. Folgendes wird Ihnen begegnen:

  • Extrem kleine Tiefenschärfe (Depth-of-Field [DOF]): Durch die sehr kurze Distanz von der Sensorebene zum Objekt ist der scharf abgebildete Bereich des Bildes sehr klein, bis zu wenigen Millimetern! Beispiel: bei 90mm Brennweite, Blende F/16.0 und 40cm Objektabstand beträgt der Schärfebereich schon nur ca. 1 cm. Sie können die Tiefenschärfe auch im Vorfeld berechnen, suchen Sie einfach mal nach „DOF Calculator“ im App-Store oder Web…
  • Sehr wenig Licht: Durch den sehr kurzen Abstand zum Objekt ist der Lichteinfall in das Objektiv sehr viel geringer, als man von seiner Wahrnehmung her vermutet. In typischen Situationen, in denen man als Fotograf sagen würde dass das vorhandene Licht locker für gute Fotos ausreicht, ist das für Makros schon viel zu wenig. Praktische und preisgünstige Abhilfe: zusätzliche Lichtquellen wie kleine Strahler aus dem Baumarkt nah am Objekt positionieren, dabei auf die Schatten achten.

Makrofotografie in Aktion: Pflichtutensil Stativ

Für die Erstellung der Makroaufnahme des Wörterbuches wurden einige Techniken angewandt, welche Sie für sehr viele Makro-Motive als Standard-Vorgehen nutzen können:

  • Stativ benutzen: Ein (gutes) Stativ ist meist unverzichtbar, um bei dem sehr geringen Objektabstand mit wenig Tiefenschärfe überhaupt ein scharfes, nicht verwackeltes Bild hinzubekommen.
  • Manuelle Fokussierung: Der Autofokus funktioniert in der Makrofotografie häufig nicht wie gewünscht. Die meisten Makroobjektive besitzen deshalb auch einen großen und sehr fein einstellbaren Fokusring.
  • Fernauslöser: Um Verwacklungen zu vermeiden, sollte ein Fernaulöser genutzt werden. Perfekt ist dieser in Verbindung mit der Spiegelvorauslösung, sofern Ihre Kamera diese anbietet. Falls kein Fernauslöser vorhanden ist, kann als Alternative auch der Selbstauslöser mit ein paar Sekunden Vorlaufzeit genutzt werden.

Nun heißt es nur noch Auslösen und das perfekte Makrofoto ist fertig :-)

P.S.: Um den passenden Look für das Motiv des schönen altdeutschen Wörterbuches mit der Schreibfeder zu erzeugen, wurde hier noch eine leichte Sepiafärbung vorgenommen.

Tipp: Makros mit LifeView scharfstellen

Wenn Ihre Kamera LifeView unterstützt, können Sie dieses prima zum Scharfstellen für Makrofotos nutzen. Dazu einfach den LifeView anschalten, in die Ansicht hereinzoomen und dann am Objektiv manuell scharfstellen. So sehen Sie die Scharfstellung schön vergrößert auf dem Kameradisplay und können zur Kontrolle des Schärfebereiches noch mit dem Steuerkreuz durch die vergrößerte Ansicht scrollen. Vor der Aufnahme kann dann der LifeView-Modus wieder beendet werden.