Verlassenes Haus

Lost-Place Fotografie und Basics zum Blitzen.

Lost Place - Verlassenes Haus

Lost Place – Verlassenes Haus (lizenzfreie Version kaufen)

F/5.6 1/125 s 18 mm ISO 125

Lost-Places: Bilder mit coolem Trash-Look

Heute ein kleiner fotografischer Ausflug zu verlassenen Plätzen, den Lost-Places: Hier lassen sich viele interessante Bilder mit einem ganz besonderen Charakter machen – jedes davon erzählt eine eigene Geschichte. Meistens unterstützt eine schwarz-weiß Umwandlung die Bildaussage noch mehr, so auch hier im Beispiel des verlassenen Hauses. Schrecken Sie wie im Beitrag zum Tunnelbild beschrieben auch nicht vor höheren ISO-Werten zurück. Hier war dies nicht ausreichend und der Blitz kam zum Einsatz…

Crashkurs Blitzen

Im verlassenen Haus war sehr wenig Licht vorhanden uns es reichte nicht aus, den ISO-Wert zu erhöhen um eine ausreichend kurze Belichtungszeit zu erhalten und das Stativ war auch grad nicht dabei… also: Blitz an!
Daher an dieser Stelle ein paar absolut grundlegende Regeln und Tipps für das Fotografieren mit Blitz, welche auch bei diesem Bild zum Einsatz kamen:

  • indirekt Blitzen: Vermeiden Sie es direkt und frontal auf das zu fotografierende Objekt zu blitzen („totblitzen“), sondern blitzen Sie immer indirekt über eine weiße Decke, Wand o.ä.! Die Qualität der Bilder wird dadurch entscheidend verbessert. Da hierzu ein dreh- und schwenkbarer oder gar entfesselter Blitzkopf notwendig ist, werden Sie um die Anschaffung eines entsprechenden externen Blitzes nicht umherkommen. Es lohnt sich aber – der Qualitätssprung zum internen Blitz ist gewaltig. Und wenn Sie etwas schauen, finden Sie für den semiprofessionellen Einsatz auch gute Drittanbieter-Blitze für faires Geld.
  • manuelle Blitzbelichtungskorrektur: Die von den meisten Blitzen angebotene TTL-Messung über Ihre Kamera funktioniert zwar gut, wenn Sie aber indirekt blitzen wird diese meistens versagen. Mit wenigen Handgriffen können Sie an Ihrer Kamera aber eine Blitzbelichtungskorrektur als positiven oder negativen Offest zur TTL-Messung einstellen. Nutzen Sie diese Einstell-Möglichkeit und machen Sie ein paar Probefotos mit verschiendenen Werten bis alles für dieses Motiv passt.
  • Weißabgleich auf Blitz einstellen: Beim Fotografieren im JPEG-Format sollten Sie unbedingt daran denken, den Weißabgleich auf „Blitz“ einzustellen, da eine nachträgliche Anpassung des Weißabgleichs bei JPEG-Bildern meistens nur mit Qualitätseinbußen möglich ist. Bei RAW-Bildern kann der Weißabgleich in der Nachbearbeitung zwar verlustfrei geändert werden – trotzdem ist es nicht verkehrt beim Fotografieren mit Blitz den Weißabgleich auch immer gleich korrekt einzustellen. Viele Kameras können auch JPEG und RAW gleichzeitig aufnehmen und vielleicht wollen Sie die JPEG-Bilder ja auch vorab jemandem ohne Nachbearbeitung zeigen, dann ist es umso besser wenn der Weißabgleich direkt passt…