Seil

Scharfe Fotos mit dem „Kit-Objektiv“.

F/7.1 1/1000 s 62 mm ISO 200

Das Seil: faser-scharfe Abbildung mit Kit-Objektiv

Dieses interessante Motiv des aufgedröselten Seil-Endes entstand zufällig beim Besuch einer Gartenausstellung – wie auch die Bollerwagen. Das struktur- und detailreiche Foto wurde mit dem AF-S DX 18-105/F3.5-5.6 von Nikon gemacht – viele Fotografen würden es wohl als „Kit-Objektiv“ bezeichnen, da es in der Regel als Einstiegsoptik zusammen mit Kamerabodys verkauft wird.

Aber auch mit solchen „Kit-Objektiven“, dazu zählen u.a. viele 18-55er, lassen sich in vielen Situationen wirklich gute und scharfe Fotos produzieren. Lassen Sie sich nicht von Bewertungen, Kommentaren und den vielen „Labortests“ mit irgendwelchen Testmotiven etc. irreführen, die diese Optiken als billige „Scherben“ abtun. Bei ausreichendem Licht (draußen, gutes Wetter) und leichtem Abblenden wie hier auf Blende 7.1, sind auch mit den meisten Kit-Objektiven sehr gute Fotos mit hohem Anspruch möglich. Sehen Sie sich dazu auch die Detailvergrößerung der Aufnahme des Seiles an – die Details und Strukturen der Fasern werden sehr gut abgebildet, und das ohne Stativ, Fernauslöser oder sonstige Unterstützung.

Seil-Detailansicht

Seil-Detailansicht



Klar: Bei schlechten Lichtverhältnissen oder hohen Anforderungen an Freistellung und Bokeh erreicht man dann meistens die Grenze der Kit-Objektive und muss auf teurere Optiken mit höherer Lichtstärke (Anfangsblende 4.0 und niedriger) zurückgreifen. Aber das ist ja nicht immer der Fall und so kann bei einer Fototour an einem sonnigen Tag auch ruhig mal das Kit-Objektiv drauf bleiben :-)

Verzerrung, Vignettierung,… einfach per Nachbearbeitung beheben

Zu den meistgenannten Mängeln der günstigeren Kit-Objektive zählen in der Regel auftretende Verzerrungen des Fotos sowie unerwünschte Vignettierungen (Randabschattungen). In der Tat können diese relativ häufig wahrgenommen werden, aber es gibt eine einfache und effektive Abhilfe dafür: die automatische Objektivkorrektur in der Nachbearbeitung.

Viele Foto-Bearbeitungsprogramme wie Lightroom bieten eine solche Funktion an. Dabei werden auf Basis des verwendeten Objektivmodells die dazu bekannten Fehler korrigiert, ohne das Foto anderweitig zu verändern. Die Ergebnisse dieser Objektivkorrektur sind in der Regel sehr gut und können in vielen Programmen auch als Batch-Bearbeitung oder beim Import gleich auf alle Fotos angewandt werden, so dass der Aufwand zusätzlich minimiert wird.