Waldweg im Herbst

Herbstliche Stimmung fotografisch festhalten.

F/8.0 1/40 s 21 mm ISO 800

Herbst im Wald – perfekt mit tiefstehender Sonne und richtigem Weißabgleich

Wer möchte im Herbst nicht gern die tolle Stimmung dieser goldenen Jahreszeit auf seinen Fotos festhalten. Eine Fototour durch den Park oder den Wald bietet sich hierfür besonders an. Oftmals passiert es aber, dass die Bilder die schöne Herbststimmung, die man auf der Tour selbst erlebt hat, nicht so richtig wiedergeben. Daher hier zwei Tipps fürs Fotografieren im Herbst:

  • Tipp 1: die tiefstehende Herbstsonne nutzen
    An vielen Tagen im Herbst ist der Himmel komplett bedeckt – das ist gut für wenig Schatten im Bild aber kontraproduktiv wenn man eine schöne herbstliche Stimmung haben möchte. Fotografieren Sie deshalb lieber an einem sonnigen Herbsttag am frühen Nachmittag. Die tiefstehende Sonne lässt sich gut in die Bildkomposition aufnehmen gibt einen herbstlichen Touch, wie hier auf dem Waldweg auch gern als Gegenlicht. Die kräftige Herbstsonne kann dabei schon einmal die Belichtungsmessung durcheinander bringen, kompensieren Sie dies am besten durch Spot-Messung auf einen dunkleren Bereich oder mit der Belichtungskorrektur.
  • Tipp 2: den Weißabgleich auf „bewölkt“ oder „Schatten“ stellen
    Der automatische Weißabgleich funktioniert in der Regel sehr gut, erzeugt aber sehr neutrale Farben und wird das Bild recht nüchtern wirken lassen. Für ein schönes Herbstfoto sind wärmere, ins Gelbe tendierende, Farben wünschenswert. Diese erreichen Sie am einfachsten indem Sie den Weißabgleich in den Modus „bewölkt“ oder „Schatten“ stellen. Wenn Sie im JPEG-Format fotografieren, sollten Sie dies auch gleich an der Kamera einstellen, da eine nachträgliche Änderung des Weißabgleichs zu Qualitätsverlusten führen kann. Bei RAW ist es egal, ob Sie die Einstellung direkt an der Kamera oder erst in der Nachbearbeitung vornehmen.

Helfer auf dunklen Waldwegen: der Bildstabilisator

Wie Sie den Metadaten des Waldweg-Fotos entnehmen können, wurde hier mit einer recht langen Verschlusszeit von 1/40s fotografiert und trotzdem ist das Bild scharf. Und das freihändig, wo normalerweise bei 1/125s oder 1/100s Schluss ist und viele Fotografen bei längeren Verschlusszeiten gar nicht erst auslösen.

Möglich machte dies der Bildstabilistor des verwendeten 18-105mm Objektives. Wenn ihr Objektiv auch über einen solchen Bildstabilisator verfügt, sollten Sie diesen bei der Freihand-Fotografie ohne Stativ einschalten und können somit durchaus auch Fotos mit längeren Belichtungszeiten als 1/100s machen. Zwar garantiert der Stabilisator nicht, dass diese dann auch alle scharf werden – aber Sie werden sehen, dass bis zu einer Verschlusszeit von ca. 1/40s noch sehr viele Bilder gelingen und der ISO-Wert gar nicht zwingend weiter erhöht werden muss.