Buhnen

The Power of RAW – entlocken Sie Ihren Bildern mit wenig Aufwand ungeahnte Farb- und Kontrast-Reserven.

Buhnen – das Ausgangsbild

Normalerweise sollte es immer das Ziel sein, dass ein Foto aus der Kamera ohne viel Nachbearbeitung schon sehr gut aussieht. Manchmal hat man aber von einer bestimmten Situation einfach nur „suboptimale“ Fotos zur Verfügung und kann auch keine mehr davon nachträglich erstellen, weil der Urlaub zum Beispiel schon lange zu Ende ist ;-) Dann ist es gut zu wissen, dass das Bildmaterial aus der Kamera vor allem im RAW-Format noch sehr viele Reserven zu bieten hat, die man recht leicht nutzen kann.

Buhnen am Ostsee-Strand RAW

Buhnen am Ostsee-Strand – das Ausgangsbild out-of-cam

F/8.0 1/400 s 24 mm ISO 200

Das Ausgangsmaterial für diesen Beitrag sieht zugegeben sehr flau aus: die Buhnen ergeben zwar einen guten Bildaufbau, aber das Foto ist trotz „korrekter“ Belichtung laut Kamera wenig farbintensiv und der Himmel und das Wasser wirken fast schon langweilig. Man könnte jetzt das Bild kurzerhand löschen oder beiseite legen… sie sollten dies aber nicht zu voreilig tun, denn Ausgangsbilder unheimlich viele Reserven in puncto Kontrast und Farbe – vor allem wenn in RAW fotografiert wurde.

Bei genauerem Hinschauen hat das Ausgangsbild einige Elemente, die eigentlich für ein gutes Foto sprechen: der Himmel hat durch die Wolken eine Struktur, der leicht diagonale Verlauf der Buhnen erzeugt einen ordentlichen Bildaufbau und die grünen Algen am Holz sorgen für einen Farbtupfer zum sonst dominierenden Blau. Lassen Sie uns also schauen, was mittels einfacher Nachbearbeitung aus diesem Foto noch herausgeholt werden kann – sie werden über das Ergebnis staunen und sehen wie einfach es ist.

Tipp: Die hier vorgestellten Nachberabeitungsschritte lassen sich prinzipiell auch mit JPEG-Bildern durchführen, nur wird das Ergebnis dann nicht unbedingt so gut. Mit RAW sind Sie diesbezüglich auf der sicheren Seite, da hier alle Sensor-Informationen unverändert für die Nachbearbeitung zur Verfügung stehen.

RAW-Nachbearbeitung – das Bild mit wenigen Klicks optimieren

Anhand dieses Fotos der Buhnen an der Ostsee werden wir ein paar wenige Nachberabeitungsschritte durchführen, mit denen Sie sehr vielen Bildern eine Menge Kontrast und Farbe entlocken können:

  • Lichter und Schwarz werden reduziert
  • Tiefen und Weiß werden angehoben

Das war es schon! Gegegbenenfalls kann die Belichtung noch etwas nachjustiert werden, in der Regel lässt sich diese mit den oben genannten Schritten aber auch schon gut einstellen.

Seien Sie mit der Regulierung von Lichtern/Tiefen bzw. Weiß/Schwarz auch nicht zu sparsam, insbesondere wenn das Ausgangsbild wie hier wirklich sehr flau ist. Im Falle des Buhnen-Fotos waren die Einstellungen wie folgt:

Lightroom-Einstellungen

Lightroom-Einstellungen

 
Die hohen Korrekturwerte scheinen vielleicht auf den ersten Blick übertrieben, aber das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen im Vergleich zum Ausgangs-Foto – sehen Sie weiter unten.

Tipp: In Lightroom können Sie durch gedrückte ALT-Taste beim Erhöhen und Reduzieren der Regler für Lichter, Tiefen, Weiß und Schwarz recht einfach im Auge behalten, dass die Korrektur nicht zu groß wird und dass keine Bildinformationen verloren gehen. So können Sie sich schön an die Grenze herantasten.

Buhnen – das Ergebnis

Hier nun das Ergbnis dieser wirklich einfachen aber effektiven Nachbearbeitung.

Buhnen am Ostsee-Strand

Buhnen am Ostsee-Strand (lizenzfreie Version kaufen)

 
Und zum Abschluss noch die direkte Gegenüberstellung des Ausgangsbildes und vom Ergebnis. Erstaunlich, was mit zwei einfachen Bearbeitungsschritten aus einem Bild herausgeholt werden kann.

Buhnen vorher-nachher

Buhnen vorher-nachher

 
Dieses Foto und andere Bildideen zum Thema Wasser und Strand finden Sie auch in der Foto-Kollektion am wasser.